Montag, 31. Juli 2017

Tag 2, Hoch hinaus

Montag der 31.07
Nova Pec - Nova Udoli 21,8km ↑862 m / ↓678 m
Heute werde ich mit dem Sonnenaufgang das erstemal munter, und entschließe mich aufzustehen um den ersten Zug nach Nova Pec zu erwischen (geplant war der zweite).
Das Klappt alles sehr gut und bald bin ich in Nova Pec, dann kanns ja losgehen ;)

Am Ortsausgang gibts nen kleinen Laden, dort hol ich mir Brötchen, Käse und ne Cola. Dann folge ich kurz dem Schwarzenberg Kanal (ein alter Flößer Kanal), wenig Später gibts dann auch die erste Rast, und dann gehts weiter. 


Ich laufe direkt nach Österreich und lass mich an der Grenze fotografieren. Dann wirds anstrengend. Es geht auf den Plöckenstein (Plechy). Auf der Grenze zwischen Österreich und Tschechien gehts hoch, immer steiler und steiniger.







Bald keuch ich wie ne alte Dampflok, aber dann komm ich doch noch oben an. 700 Höhenmeter waren das! Man oh man.. Die Aussicht hier oben entschädigt aber alle mal, und ich kann schon zur Dreisesselstein-Baude schauen, dort solls die Rast geben!
Auf dem Weg dort hin bleibt es steinig, und nach Österreich hin gehts steil runter. Nach einer Weile erreiche ich den Dreiländerpunkt Tschechien, Österreich und Deutschland. Nicht mehr weit bis zum Bier!




Es dauerte wirklich nicht mehr lange und ich war an der Schänke, dort gabs ein Eis und ein Radler (Für Bier war mir die Sonne zu prall^^), naja der Rest war dann Unspektakulär, ich bin am Kanalanfang vorbei dann runter bis zum Übernachtungsplatz Nova Udoli. 


Hier bleib ich heute, die nochmals 16 Km bis zum nächsten Platz sind mir zu weit für nen ersten Tag^^
Grüße, euer Böhmerwald-Bresh

Sonntag, 30. Juli 2017

Tag 1, Anreise (fast Komplett)

Anreise mit Umwegen
Hallo aus Teschechien!
Heute habe ich mich auf den Weg in den Sumava Nationalpark gemacht.
Doch dort bin ich nicht..
Wie es dazu kam? Naja die Anreise scheint nicht meine Stärke zu sein, wobei ich diesmal selber Schuld bin.
Ich bin über Liberec, Turnov, Prag und Budweis nach Nova Pec unterwegs, bis Prag klappte alles wunderbar, aber was war dann? Ab Prag fahren zwei Züge nach Budweis, einer den direkten Weg, und einer mit nem schönen Schlenker.. ratet welchen ich genommen habe? ;)
Nun ja.. sei es wie es sei.. ich bin immerhin in Budweis angekommen, leider ist der letzte Zug nach Nova Pec weg, aber ist nicht so schlimm, tief in mir drinnen hab ich eh nicht damit gerechnet den zu bekommen^^
Und der Gewitterguss den ich in Budweis in einer Bushaltestelle abwetter, lässt mich denken das es gut ist, nicht schon in Nova Pec zu sein.
So bin ich also mit dem Bus an den Stadtrand auf einen Campingplatz gefahren von wo ich morgen früh direkt den Zug nach Nova Pec nehmen kann..
Hier ist nichts wirklich los, und keiner zum bezahlen da, mal sehn ob ich morgen jemanden finde.. nun erstmal essen und die Etappen umplan!
Bis morgen euer Anreiseprofi!


Am Bahnhof in Prag

kleiner Regenschauer


gleich da!

Mittwoch, 7. Juni 2017

ein wenig Statisk zum Schluss

Wie bereits angekündigt, zum Abschluss noch etwas für die Statistikfreunde unter euch:

Strecke
Gelaufene Kilometer: ca. 300
Lauftage: 15
Kilometer / Tag: 20
Ruhetage: 1

Nächte
Anzahl: 15
davon im Zelt: 15
Auf einem Zeltplatz: 9
"Wild": 6

Wetter
minimale Temperatur (morgens im Zelt): +4 °C
maximale Temperatur (gemessen vor der Brust): +28 °C
Sonnentage:4
Bewölkt aber trocken: 1
Tage mit weniger Regen: 6
Starkregentage:5

Geld 
Bargeld Ausgegeben: 272 £
Für Zeltplätze: 88 £
In Pubs: ca 80 £
Sonstige Verpflegung: ca 100 £
der Rest? keine Ahnung :D

Diverses
gelaufene Blasen: 0
längste Zeit ohne Dusche: 4 Tage
Längste Zeit ohne T-Shirt waschen: 6 Tage


mal sehen was mir später noch so einfällt ;)

Gruß Bresh


Mittwoch, 31. Mai 2017

Zusammenfassung West Highland Way

Der West Highland Way ist ein sehr populärer Wanderweg, offiziell 154 Kilometer lang, und führt von Milngavie (ein Vorort von Glasgow) nach Fort William.
Ich bin ihn andersherum gelaufen, um die weniger spannenden Etappen des GGW nicht direkt nach dem WHW laufen zu müssen, die Spannungskurve ist so besser.
Zuerst muss ich nun anfügen das es viel Stimmung raubt den WHW "falsch" herum zu laufen, man sieht jeden Tag alle die den Weg laufen, in meine Richtung liefen kaum Leute, ich hab nicht mal 10 bemerkt (Tagesausflügler und Jogger nahe den Städten nicht mitgerechnet). Allerdings hatte ich dafür Pro empfohlener Tagesetappe, so ca 2 Std an denen ich alle Wanderer in der Gegenrichtung grüßen konnte, und das waren viele, wirklich viele!
Wenn einem soviele Leute entgegen kommen raubt das komplett den Eindruck etwas "besonderes" zu erleben. Auch wenn neben diesen 2 Stunden der Weg wirklich nicht überlaufen ist, und viele schöne Stellen hat.
Würde ich es wieder so machen? Ich glaube nicht.
Auch das Wetter war mir nicht ganz hold, daher habe ich leider keine Fernsicht von devils Staircase gehabt, ansonsten sah es in dieser Region sehr schön aus. Ich würde sagen der Abschnitt zwischen Kinlochleven und devils Staircase, das Tal des Flusses Bá, und der nördliche Teil von Loch Lomond sind meiner Meinung nach die schönsten Bereiche des West Highland Ways.
Als nicht wirklich ansprechend empfand ich hier nur den Teil zwischen Conic Hill und der Glengoyne Destillery.
Auch hier, wie am Great Glenn Way, gehen über 90% der Wanderer den Weg mit Gepäcktransport, von Unterkunft, zu Unterkunft.
Mh welchen Weg ich besser fand?
Schwer zu sagen, beide hatten ihre Tollen Seiten, der GGW war nicht so voll, und führte bei besserem Wetter über die Baumgrenze. der WHW ist Landschaftlich Abwechslungsreicher, folgt dafür aber über weite Teile der Strecke einer Fernfehrkehrsstraße (in Sicht- und Hörweite), und ist wesentlich voller.
Gruß euer Bresh
PS: Es kommt die Tage bestimmt nochmal ein Statistikbeitrag =D







Dienstag, 30. Mai 2017

Tag 16, Mission accomplished!

Dienstag, 30. Mai
Drumquhassle - Milngavie (ca. 18 Kilometer)
Der Zeltplatz war wirklich nicht die Wonne, die Dusche hab ich ausgespart, in der Hoffnung somit gesund zu bleiben, der Rest der Anlage war einfach aber Okay.. Nur die Stellplätze sind alle bucklig und abschüssig, somit bin ich mehrmals die Nacht wach geworden um mich wieder vom Fußende des Zeltes zu entfernen.
Generell ist hier ganz schön was los, so um die 10-15 Zelte stehen da.
Wie dem auch sei.. gegen dreiviertel neun gehts los bei mir, auch heute wieder im (leichten) Regen, wegen der vielen Midges hab ich mein regenzeug aber eh noch vom abbau an und lauf darin los.
Die ersten Kilometer sind nicht sehr aufregend, nur Schafweiden, und tiefe Wolken. Bis ich irgendwann an die Schänke komme an der ich Pause machen wollte, leider hat sie noch zu, aber es gibt ne hübsche Sitzecke mit Ponygehege nebenan. Ich gugg noch bissi beim füttern zu, und irgenwann hört der Nieselregen auf.. schön!

Einen Kilometer weiter ist die Glengoine Whiskey Destillery, auch wenn ich stinke geh ich da rein, sag ich mir!
Gesagt getan, ich buche eine Führung, die sogar unmittelbar startet. Die ist sehr interessant, auch wenn ich ob des schottischen Dialektes bei weitem nicht alles verstehe. Und der zwölfjährige, echte Highland Single Malt Whiskey am Ende schmeckt garnicht so schlecht, auch wenn er aus mir keinen Whiskey-Fan macht.



Insgesammt ist es schon interessant mit wieviel Hingabe hier Produziert wird!
Nach der kleines Unterbrechung hier gehts wieder weiter, mittlerweile guggt sogar der blaue Himmel durch die Wolken. So hab ich mir meinen letzten Wandertag vorgestellt.
Die Landschaft wird auch wieder etwas schöner, sanft hügelig.
Doch die Freude währt nur kurz, da beginnt es wieder zu regnen..
Aber das bisschen Niesel verdirbt mir die Laune nicht!
Als dann etwas später richtiger Regen anfängt, nennen wir ihn mal "ergiebigen Landregen" drückt das schon auf die Stimmung, Regensachen doch nochmal rauskramen, und Augen stur auf den Weg gerichtet trotte ich die letzten Stunden vor mich hin, schade um den Park kurz vor Milngavie, der ist wirklich schick, aber die Kammeratasche ist bei den Wassermassen gut versteckt, und wirklich rausholen will ich die teure Technik bei solchem Wetter auch nicht.
Zum Schluss gibts noch das obligatorische finisher-Selfie und dann nen Snack bei Subways (mir fällt das bestellen bei Subways in Deutschland ja schon schwer, wegen der vielen Auswahl, aber das alles auf englisch, mit ner Bedienung die unverständlichsten Dialekt spricht, macht die Sache nicht einfacher!).
man beachte die Sonnencreme in der Schultergurt-Tasche

Nun nur noch nach Glasgow ins Hotel, und Pause!
Gruß euer Finisher-Bresh
PS: Ne halbe Stunde nachdem ich im Hotel angekommen bin scheint die Sonne! und laut Wettervorhersage solls keinen Regen mehr bis zur Abreise geben. Danke Schottland!

Montag, 29. Mai 2017

Tag 15, Der letzte Anstieg

Montag, 29. Mai
Milarochy - Drumquhassle (ca. 20 Kilometer)
Nach einer erfreulich langen Nacht werde ich heute erst nach sieben wach. Das ist neuer Rekord! Auch wenn millionen von Midges mich dazu antreiben mit der Morgenroutine nicht zu sehr zu trödeln, komm jch dennoch erst gegen dreiviertel neun los, auch das dürfte Rekord sein, aber heute sinds auch nur so gegen 18 Kilometer bis Gartness, da warte ein Zeltplatz mit Imbiss auf mich, verrät mir die Karte.
also dann mal los..
Zuerst gehts an einer wunderschönen Bucht entlang, dann hoch auf einen Aussichtspunkt der die Grenze zwischen Low- und Highlands markiert, ab jetzt bin ich Lowlander ;)
Unten im Ort, Balmaha, ist ein kleiner schöner Park der an einen Vorreiter  schottischer Naturschützer erinnert, und wenig später gebts auf den Conic Hill, mein letzter nennenswerter Anstieg, leider ist es etwas regnerisch und windig so das die Aussichten nicht so recht belohnen mögen, aber Okay.. dann halt auf der andren Seite wieder runter.
Den restlichen Weg heute find jch nicht schön, geht nur auf breiten Forststraßen erst durch einen Wirtschaftswald, über Schafweiden und dann an Straßen entlang..
Später gibts noch gut vier Kilometer Asphalt-laufen bis Gartness.
Dort darf ich dann feststellen das der Zeltplatz nicht existiert, und nen Imbiss hats auch keinen.. na Toll!
Bis zum Ziel in rund 16 Kilomtern kommt auch nichts mehr, also zwei Kilometer auf der Straße zurück laufen da war ein Gehöft mit Zeltmöglichkeiten.
Dort isses zwar günstig, nur 5£, aber die Stellplätze sind uneben, und die Sanitären Einrichtungen, naja sagen wir.. einfach..
Mals sehn ob ich hier duschen gehe =D
Nun gut.. jetzt ist es wie es ist und nachdem ich ne Weile da bin, is die Stimmung auch wieder besser.
Morgen also 18 Kilometer bis zum Ziel!

Grüße euer Lowland-Bresh

Tom Weir Statue


leicht windig hier oben^^


Die Distel, Nationalblume Schottlands

Sonntag, 28. Mai 2017

Tag 14, voran!

Sonntag, 28. Mai
Rowcoish - Milarrochy (16 Kilometer)
Die Nacht habe ich richtig gut geschlafen! Der Zeltplatz hat mir sehr gefallen, am Osthang des Ben Lomond, im Wald, ist es bei der Bewölkung der Nacht sogar schön Dunkel geworden! So viel hab ich an keinem Tag bisher geschlafen.
Entsprechend ausgeruht bin ich dann gegen sieben aufgestanden, und war nach acht abmarschbereit.


Zu begin gings nochmal schön auf und ab direkt am Uferhang entlang, bis man dann in die "Wildzeltverbotszone" kommt. Ab hier ist Naherholungsgebiet, die Parkplätze für Tagesausflügler reihen sich aneinander. Einzig das Ausflugslokal in dem ich meine Pause machen wollte hat noch zu, schade.. aber wenn sie mein Geld nicht wollen.. seis drum, weiter gehts, wenig später kommt eine Bucht an der man halbwegs sitzen kann, und die Sonne kommt auch raus.

Also Zeit für ne Pause, gibt aber nichts zu sehen und wirklich bequem ist es auch nicht. Noch etwas weiter dan eine wirklich schöne Bucht mit Sitzmöglichkeiten und strahlendem Sonnenschein! hier mach ich Rast und lüfte die Socken nochmal gut durch. Schön isses!!

Irgendwann gehts auch hier weiter, und ein, zwei Hügel später komme ich schon am Ziel an. Der Zeltplatz bietet alles was ich brauche, sogar nen Shop mit eis und Cola!
Dannach quatsch ich bissi mit gestrandeten Holländern und Briten. Die Holländer sind mit zu großen Rucksäcken unterwegs, und steigen ab morgen auf Gepäcktransport um, und der eine Brite hat ne riesen Blase am Fuß, der andre ist mit Hund unterwegs welcher Blasen hat, beide werden morgen Heim fahren.
Irgendwann muss ich dann mal etwas gegen den Gestank tun den ich versprühe und suche die Dusche auf, auch mein Shirt wird nochmal durchgespült (interessant wieviel Wasser man mit einem Shirt undurchsichtig machen kann), dann gehts in sauberen Sachen wieder raus.
Schön wenn man sich wieder wie ein Mensch fühlt!
Den Nachmittag quatsch ich dann noch bissi mit den Holländern und bin recht zeitig im Zelt.
Hallo du da!

Das schöne an dem Verzicht auf den Ruhetag wird sein das ich somit übermorgen nur gut eine Std laufen muss um zu der Destillery zu kommen die ich besuchen möchte, das könnte sogar klappen, das ich dann nich zu schlimm stinke für die Verkostung =D

Gruß euer Rosenduft-Bresh

PS: Zählt die Innenseite des Außenzeltes als "im" Zelt? Wenn ja dann Gabs das erste mal Sex in meinem Zelt =D